Über 100 Mio. Menschen sind weltweit auf der Flucht. Die Flüchtlingsströme halten an. Damit ist die Zahl der Menschen, die weltweit vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, so hoch wie nie zuvor.

Aktuell stellt sich nach Schätzungen des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) die Situation der inzwischen 13 Mio. geflüchteter Ukrainerinnen und Ukrainer wie folgt dar: 8 Mio. Binnenflüchtlinge, 5 Mio. außerhalb der Ukraine, davon 3,5 Mio. in Polen.

In Deutschland leben so viele aus anderen Ländern geflüchtete Menschen wie noch nie in der kompletten Nachkriegszeit. Insgesamt 2,9 Millionen Menschen waren Ende Juni 2022 im Ausländerzentralregister als Flüchtlinge registriert. Das sind fast eine Million mehr als noch ein halbes Jahr zuvor - ein Zuwachs, der sogar die Zahlen des Flüchtlingswinters 2015/16 noch übertrifft.

Seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 sind fast 1 Million Einreisen von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine dokumentiert. Eine genaue Zahl gibt es nicht. Denn die ukrainischen Staatsbürger können visumsfrei in die EU einreisen und sich im Schengen-Raum bis zu 90 Tage frei bewegen. Menschen, die aufgrund der Richtlinie der Europäischen Union über den vorübergehenden Schutz in die EU einreisen durften, werden auch nicht systematisch registriert. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat hat eine Rechtsverordnung erlassen, wonach aus der Ukraine Vertriebene im Bundesgebiet vorübergehend vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit werden, vgl. hierzu auch ausführlich die Webseite des Bundesministeriums des Innern und für Heimat zu Informationen, Hilfsangeboten, Unterkunft oder ärztliche Versorgung - www.germany4ukraine.de